Während ihres Aufenthalts in Philippi (Wirtschaftszentrum und römischen Kolonie in der Provinz Mazedonien) erlebten Paulus und Silas erstaunliche Bekehrungen, wurden jedoch auch aufs Schwerste mit der Realität einer unbarmherzigen Schlacht konfrontiert, die wir “Geld gegen Gott” betiteln können (Apostelgeschichte 16:16f). Wieso das? Was war geschehen?
Aus Apostelgeschichte 16 könnten wir schließen, dass für Paulus und Silas zwar alles herausfordernd aber doch soweit OK war, bis sie es wagten, gewissermaßen Licht in dunkle Wirtschaftsangelegenheiten zu bringen. Ähnlich ist es wohl auch heute. Solange Gläubige sich nicht in die weltlichen Geldgeschäfte einmischen, regen sich die Leute nicht allzu sehr über christliche Aktivitäten auf. Aber erinnern wir uns: “Du kannst nicht Gott und dem Geld gleichzeitig dienen …” (Matthäus 6:24)? Sowie Gottes Kinder also Licht in diese Dunkelheit bringen wollen ist plötzlich die Hölle los.
So war es mit Sicherheit für Paulus und Silas, wurden sie doch umgehend von den Eigentümern der Sklavin ergriffen, auf den Marktplatz geschleppt, wegen Verletzung von Gebräuchen und Gesetzen angeklagt, von der Menschenmenge angegriffen, von den Richtern ausgezogen und zur Auspeitschung verurteilt, bevor sie ins Gefängnis geworfen und ihre Füße in Blöcke geschlossen wurden. (Apostelgeschichte 16:19-24). Das ist nun wirklich ein hoher Preis, den sie dafür bezahlten Licht in die Finsternis, Freiheit vom Okkultismus, Veränderung von Ausbeutung und zerstörerischer Abhängigkeit zu bringen, nicht wahr?
Nur weil es damals aufgezeichnet wurde wissen wir heute, dass Gott durch diese (vielleicht unerwarteten) Angriffe größere Ehre zuteil wurde, weil Paulus und Silas trotz wundersamer Befreiung nicht wegliefen, der Gefängniswärter und seine ganze Familie dadurch bekehrt wurden, und all die Richter sich öffentlich entschuldigen und sie freilassen mussten um ein grosses Unrecht so weit als möglich zu bereinigen (V25-40).
Die beiden wussten all das aber nicht, als Paulus diesen bösen Geist und unrechte Einkommensquelle austrieb. Sie mussten eine Entscheidung treffen ohne die unmittelbare negative Auswirkung zu kennen: Licht oder Dunkelheit? Sie wählten dankbarerweise das Licht, egal was es sie kostete.
Während der Heilige Geist die Analogien zu unseren heutigen Umständen, Situationen und Herausforderungen offenbart, möge der Herr unseren Willen und unsere Entschlossenheit stärken, ohne zu zögern das Licht über die Dunkelheit zu wählen, auch wenn es uns etwas kostet!
Gottfried Hetzer
24. Juni 2010